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Anon Medics Leitfaden

Runterladen: Anon Medics Leitfaden GERMAN

 

Leitfaden der AnonMedics Version 1.0

 

Anonymous hat sich weiterentwickelt.

 

Usprünglich war Anonymous nur eine loses Kollektiv, die verschiedensten Gruppen auf elektronischem Weg den Kampf angesagt hatte. In 2008 verlegte Anonymous ihre Aktionen in die reale Welt, als sie die Operation Clambake lancierte, eine Protestbewegung gegen die Scientology Kirche.

Zur gleichen Zeit versammelten sich damals Tausende von DemonstrantInnen auf der ganzen Welt, um ihre Einwände gegen die korrupten und ausbeuterischen Praktiken der Scientolgy Kirche kund zu tun.

 

Jetzt, nach mehreren Vorkommnissen von Polizeibrutalität in einigen Bezirken von Los Angeles und San Francisco, dehnt Anonymous ihr Handlunggebiet noch weiter aus und befindet sich nun deshalb in direktem Widerstand zu bewaffneten staatlichen Institutionen wie der San Francisco Polizeibehörde und der BayArea Rapid Transit Polizei.

 

Wir stehen in Konfrontation mit einer paramilitärischen Macht, die sich wiederholt nicht nur als unberechenbar sondern auch als gewalttätig gezeigt hat und so müssen wir uns diesen neuen Herausforderungen des politischen Aktivismus auf der Strasse anpassen. Wie jede Armee braucht auch Anonymous eine Sanitätstruppe:

Die AnonMedics, die Anonymous Demo-SanitäterInnen.

 

Demo-SanitäterInnen sind kein neues Konzept und haben ihren Ursprung in der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und in der Anti-Vietnamkrieg Friedensbewegung .Sie sind AktivistInnen, die an Demos teilnehmen und das nötige Wissen und die nötige Ausrüstung besitzen, um medizinische Hilfe für DemonstrantInnen und ZivilistInnen zu leisten. Die soziale Bewegung zieht mehr und mehr Aufmerksamkeit auf sich,was zur Folge hat dass auch Demo-SanitäterInnen in Zukunft in Konflikt geraten könnten mit denjenigen die den Status Quo beibehalten wollen (kurz gesagt dem Staat).

Die Polizei stellt eine unmittelbare Bedrohung dar für alle die versuchen das System zu verändern, selbst wenn dies mit friedlichen Mitteln geschieht. Von Seiten des Staates, also der Polizei wird meist mit Gewalt geantwortet, auch auf legitime und einfache Forderungen, wie zB nicht auf unbewaffnete Zivilisten zu schiessen, die sich an einer ÖVHaltestelle befinden

.

Auch Demo-SanitäterInnen werden sich an Demos in dieser unberechenbaren Situation wiederfinden, in der eine tatsächliche Bedrohung gegen die Protestbewegung existiert. Dies ist ein Leitfaden, für diejenigen die in Situationen der zivilen Unruhe gerne medizinische Hilfe leisten möchten und für alle die sich mit der Gruppe AnonMedics identifizieren.

 

 

1.Training

 

Wie viel Training man braucht bevor man Demo-SanitäterIn wird, variiert von Person zu Person je nach Niveau der Aufgaben die man während einer Demo übernehmen möchte. Bitte sei von Anfang an ehrlich sowohl über Deine Kompetenzen und das Niveau Deiner Ausbildung sowie auch über Deine Ausrüstung. Denn DemonstrantInnen müssen falls nötig sofort externe Hilfe anfordern, sie dürfen keine Zeit damit verschwenden, eine/n Demo-SanitäterIn zu suchen,wenn diese/r ihnen sowieso nicht helfen kann.

Davon abgesehen solltest Due jedoch wissen, dass Du auch mit wenig Aufwand oder Training schon viel beitragen kannst.Schon nur, wenn Du genügend Wasser, Verbandszeug und Sonnencrème dabei hast, kann das entscheidend sein, ob jemand nach Hause muss oder auf der Strasse bleiben kann

 

Falls Du dich entscheidest den politischen Protest als Demo-SanitäterIn zu unterstützen, solltest Du auf jeden Fall in Betracht ziehen einen Erste Hilfe oder sogar einen Herz-Lungen-Reanimations Kurs (HLR) zu besuchen. Wie man Schnittwunden, Prellungen und anderen Verletzungen korrekt behandelt, sollte Grundwissen sein für alle Demo-SanitäterInnen, denn ein unprofessioneller Versuch eine Wunde oder Verletzung zu behandeln kann diese verschlimmern und den Verwundeten in einem schlechteren Zustand zurücklassen. Sei deshalb unbedingt ehrlich darüber was Deine medizinische Fähigkeiten betrifft, Dir selbst aber auch deinen MitdemonstrantenInnen gegenüber.

 

Des weiteren möglich als Training sind Wildnis Erste Hilfe Kurse und Ausbildungen zum/r RettunghelferIn oder RettungsanitäterIn.

Da diese jedoch mehr Zeitaufwand und Geld erfordern, solltest du abwägen, ob sie für dich wirklich in Frage kommen. Wenn Du bereits als ausgebildeter Angestellter in einer medizinischen Institution arbeitest, wie zum Beispiel eines Rettungdienstes, und Dein Arbeitgeber möglicherweise mit Deinem politischen Engagement nicht einverstanden sein könnte, dann raten wir Dir, dich zu vermummen damit Du an Demos nicht gesehen oder gar fotografiert werden kannst.

 

Wichtig!

Seit kurzem gibt es in der Gemeinschaft der Demo-SanitäterInnen einen grossen Zufluss aus Kreisen der Kräuterkunde, der östlichen Medizin und weiteren “alternativen Therapien”.

Es müssen letztlich alle selbst entscheiden, wie sie sich gerne medizinisch versorgen lassen möchten, doch wir von den Anonymous Demo-SanitäterInnen bevorzugen ganz klar herkömmliche Behandlungsmethoden und wissenschaftlich nachgewiesene Medizin. Wir können deshalb alternative Medizin, insbesondere Homöopathie, für unsere Zwecke nicht gebrauchen.

 

 

2. Ausrüstung

 

An Protesten praktizierte Notfallmedizin ist eine (in sich) defensive Massnahme, eine direkte Antwort auf die offensive Gewalt der Polizei und Demo-SanitäterInnen sollten sich dementsprechend ausrüsten. Pass Deine medizinischen Ausrüstung der sich verändernden Polizeigewalt und deren Folgen an. Die Polizei ist oft schwerbewaffnet und paranoid, schütze Dich also auch sich selber. Ein/e gut geschützte/r und gut ausgstattete/r Demo-SanitäterIn ist um einiges hilfreicher als zB drei Demo-SanitäterInnen die einem Tränengasangriff zum Opfer gefallen sind.

Folgendes gehört zu einer guten Ausrüstung eines/r Demo-SanitäterIn. Faktoren,wie das maximale Gewicht das du tragen kannst, Deine persönlichen Ressourcen und erwartete Herausforderungen der Demo kalkuliere bitte mit ein. Du musst auch unbedingt beweglich bleiben.

Kleidung sollte so viel Haut wie möglich bedecken ohne dabei zu heiss oder einengend zu sein. Bedenke, dass Du womöglich rennen musst. SFAnon Demo-SanitäterInnen tragen bitte schwarze Kleider mit einem roten Kreuz, so können sie inmitten der Massen leichter gefunden werden. Wir empfehlen Nylon,da er Hitze und Schweiss einfacher durchlässt und dabei die Haut (bis zu einem gewissen Grad) von chemischen Mitteln schützt. TRAGE AUF KEINEN FALL KONTAKTLINSEN. Partikel von Tränengas oder Pfefferspray bleiben zwischen Kontaktlinsen und Auge hängen. Cargo- oder Militärhosen mit einfach zugänglichen Hosentaschen sowie Bauch- oder Hüfttaschen, Werkzeuggürtel und Fischerwesten können sich als sehr hilfreich erweisen.

Eine Gasmaske die unbedingt auf gute Abdichtung getestet wurde. Es gibt eine erst kürzlich hergestellte Gasmaske mit 40mm Gewinde, die sehr zuverlässig ist und deren dazugehörigen Filter einfach zu finden sind. Kostengünstig und auch einfach zu finden sind speziell für ZivilistInnen angefertigte isrealische Gasmasken. Suche auf Webseiten wie Sportmansguide.com für militärische Auschussprodukte (USA).

 

Unversehrte ABC Gasmasken-Filter (Atomar, Biologisch, Chemisch).

 

Feste Schuhe, die gut schützen und dennoch schnelle Bewegung erlauben. Keine offenen Schuhe, Sandalen, oder Schuhen mit hohen Absätzen. Du musst möglicherweise sehr schnell laufen oder rennen und man könnte Dir auf die Zehen treten und Dich dabei verletzen.

 

Elastische Binden um zu schienen und um Zerrungen und Verstauchungen zu verbinden.

 

Mullbinden

 

Mullkompressen

Sterile Kompressen

 

Dreieckstuch

 

Wundverschlussstreifen

 

Klebeband (aus Papier oder Plastik, kein elektrisches)

 

Sterile Handschuhe (aus Vinyl oder Nitril, da Latex allergische Reaktionen hervorrufen kann)

 

Fixierverbände in verschiedenen Grössen

 

Isopropylalkohol (die stärste Konzentration die Sie finden können)

 

Antibiotische Salbe

 

Ein blutungstoppendes Pulver (normalerweise nur erhältlich für Militär- und Polizeipersonal, doch die Marke QuikClot bietet eine ‘Sport’ Version an, die ausreicht)

 

Sonnencreme mit UVA und UVB Schutz (auf Wasser- oder Alkoholbasis, denn in Verbindung mit Tränengas oder Pfefferspray kann Sonnencreme auf Ölbasis der Haut schaden)

 

Verbandschere (unbedingt mit stumpfen Enden, Scheren mit spitzen Enden können als Waffe eingestuft werden und können der Polizei als Vorwand, Dich zu verhaften)

 

Pinzette

 

Proteinriegel

 

Saubere und/oder in Apfelessig getränkte Bandanas (Kopftücher), die bei einem Tränengasangriff als Schutzmasken an DemonstrantInnen verteilt werden können.

 

Instant Eisbeutel

 

Eine Schulter- oder Umhängetasche, die leicht zugänglich ist. Ein Rucksack ist ungeeignet, da Du nicht auf dessen Inhalt zugreifen kannst während Du und Deine MitdemonstrantInnen z.B. von Gefahr davonläuft.

Fertige Kuchenzuckerglasur oder Zucker in einer anderen Form, um eine durch Diabetes hervorgerufenen Unterzuckerung zu behandeln.

 

Apfelessig (gegen Tränengas, siehe Kapitel 4)

 

FAW Mixtur (siehe unten)

 

Rehydrationslösung (siehe unten)

 

Ohrstöpsel zum Schutz gegen laute Waffen der Polizei.

 

 

 

Was ist in einer FAW Mixtur?

Flüssiges Antazidum (ein Arzneimittel zur Neutralisierung von Säure) und Wasser in einem 50:50 Verhältnis. Das Antazidum sollte entweder Magnesiumhydroxid oder Aluminiumhydroxid enthalten. Die Mischung kann angewendet werden, um die Augen oder die Haut nach einem Tränengas- oder Pfeffersprayangriff zu behandeln. Sobald die betroffene Person an einen sicheren Ort gebracht worden ist, trage eine kleine Menge direkt auf die betroffenen Stellen auf, dies sollte genügen um Schmerzen zu lindern.

 

 

Was ist in einer Rehydrationslösung?

Die Teilnahme an einer Demonstration erfordert viel Energie, was eine regelmässigeFlüssigkeitzufuhr extrem wichtig macht. Unglücklicherweise gerät dies jedoch oft in Vergessenheit. Eine der wichtigsten Aufgaben eines/r SanitäterIN ist es sicherzustellen, dass DemonstrantInnen nicht wegen Folgen von Flüssigkeitverlust frühzeitig nach Hause gehen müssen. Euphorie, Wut, Benommenheit, Reizbarkeit, keuchen, Rötung der Haut und Verwirrtheit sind mögliche Folgen eines Sonnenstichs. Dies widerum kann zu Gewalttätigkeit führen und dazu, dass schlechte Entscheidungen getroffen werden und Gefahr unzureichend beurteilt wird. Ein unbehandelter Sonnenstich kann zu einem Hitzeschlag führen. Eine 50:50 Mischung von Wasser mit Fruchtsaft und etwas Salz ist im Notfall zur Rehydration ausreichend. Salz ist wichtig, um durch Schweiss verlorenes Sodium zu ersetzen. Tragemeherere kleine beschriftete Flaschen auf Dir, die Du an DemonstrantInnen verteilen kannst. Bitte vermeide Sportgetränke welche die Lebensmittelfarbe Red 5 enthalten. Studien haben gezeigt, dass diese unter anderem bei manisch-depressiv Erkrankten und Menschen mit ADHS eine manische Episode auslösen kann.

Packe so viele Flaschen Rehdrationsmischung ein.wie du tragen kannst. Mehr zur Behandlung von Sonnenstich und Hitzeschlag weiter unten.

 

 

3. Die Philosophie der AnonMedics

 

Demo-SanitäterInnen sind weder UnfallchirurgenInnen noch können sie Rettungdienste ersetzen, unabhängig von ihrer Erfahrung oder Ausbildung.

Vielmehr stellen sie in einer chaotischen Situation Hilfe und Pflege zur Verfügung in welchem Rahmen es ihnen auch immer möglich ist. Im Falle von schweren Verletzungen ist es ihre Aufgabe, den Patienten zu beruhigen, zu beschützen und zu stabilisieren bis dieser in professionelle Hände übergeben werden kann. An dieser Stelle möchten wir gerne noch einmal betonen, dass die unprofessionelle oder unzureichende Behandlung einer Verletzung mehr Schaden anrichtet als gar keine Behandlung und es deshalb extrem wichtig ist dass sich Demo-SanitäterInnen ihrer Kompetenzen und ihrer Grenzen bewusst sind.

 

Anon Medics varien in Kompetenz und reichen von Amateuren mit Erste Hilfe Kasten, über Personen mit Wildnis Erste Hilfe Ausbildung, bis hin zu Personal von militärischen Rettungsdiensten. Wir verkünden jeweils im voraus jeder Demo welche Ausrüstung und welches Fachpersonal wir dabeihaben werden. Damit DemonstrantInnen sich besser selber versorgen können und verhindern können in eine Notsituation zu geraten, erinnern wir alle auch immer an Folgendes: Genug Wasser und einen Snack mitzubringen, und im Falle von benötigten Medikamenten eine Drei-Tage-Ration und das Rezept des Arztes.

 

Wir lassen die DemonstrantInnen auch via Twitter, Facebook, Tumblr usw wissen, welche Kleidung und für den Fall dass diese verwendet werden, welche spezifischen medizinischen Abzeichen die Demo-SanitäterInnen tragen werden. Dies macht die DemonstrantInnen mit dem Aussehen der Demo-SanitäterInnen vertraut und erleichtert es ihnen sie falls nötig in der Masse zu finden.

 

Anon Medics nehmen abgesehen von ihrer medizinischen noch eine andere wichtige Rolle ein. Die Anwesenheit von medizinischem Personal kann DemonstrantInnen einen moralischen Schub verleihen, solange diese wissen dass sie sich auf die Anon Medics verlassen können,sei es in einem Notfall oder auch nur zur Aufmunterung. An dieser Stelle möchten wir noch einmal betonen dass es deshalb sehr wichtig ist, dass Demo-SanitäterInnen ihre medizinischen Fähigkeiten richtig einschätzen und kommunizieren. Wir Anon Medics wollen auf keinen Fall das Vertrauen unserer MitdemonstrantInnen verlieren. Tue immer Dein Bestes, täusche auf keinen Fall vor, eine Verletzung behandeln zu können wenn Du dazu nicht in der Lage bist. Helfe entsprechend deiner medizinischen Kenntnisse so gut wie möglich, verliere nie den Kopf. Bitte lass Dein Handy an, um falls nötig die Rettungsdienste verständigen zu können. Bist Du für ein/e DemonstrantIn in Not da und gibst in ruhiger Art und Weise dessen/deren Zustand und Lage an die Rettungsdienste weiter und so hast Du bereits einen wichtigen Dienst geleistet, einer der den meisten DemonstranteInnen nicht möglich ist.

 

Ein Hinweis zur Anon Medics Uniform: Während der Aktion opBART trugen alle Anon Medics einheitlich schwarze Hosen, schwarze Jacken mit einem roten Kreuz, schwarze Handschuhe und die für die Anon Medics charakteristischen schwarzen Guy Fawkes Masken. Die Masken erfüllten mehrere Zwecke: Sie identifizierten ihre Träger als Anonymous, verdeckten deren Identität vor der Polizei und der Presse und machten sie einfacher in der Masse erkennbar, da sich sich von den naturfarbenen Masken der anderenDemonstrantInnen unterschieden. Rot und Schwarz wirken einerseits professionell, zeigen aber noch immer deutlich die Zugehörigkeit zu einer Subkultur an. Und letztlich zeigte sich dieses Ensemble sehr beliebt bei der Presse und Fotografen, was zur Folge hatte, dass durch mehr Pressepräsenz mehr Leute auf unsere Anliegen aufmerksam gemacht wurden. Die Anwesenheit von klar erkennbaren SanitäterInnen erweckt nicht nur den Eindruck einer Bewegung, mit der man rechen muss, sie sagt auch: ‘Schliesst euch uns an, wir halten euch den Rücken frei!’

 

Wir stellen es neuen Demo-SanitäterInnen frei, sich anzuziehen wie auch immer sie möchten, die oben erwähnte Uniform und vorallem die Maske sind jedoch definitiv eine Überlegung wert, da sie alle SanitäterInnen optisch miteinander verbinden und den Eindruck einer vereinigten Front vermitteln. Die Anon Medics wurden aufgrund ihrer Aufmachunf schon Dutzende Male von Leuten mit Kameras gestoppt und bekamen dadurch die Möglichkeit unser Anliegen mit Bürgern und Bürgerinnen zu besprechen.

 

Davon abgesehen sind natürlich praktische und umweltbedingte Überlegungen immer oberste Priorität beim Zusammenstellen eines Outfits. Wenn zum Beispiel Temperaturen von 37C oder mehr erwartet werden, ist das Tragen von dicker oder schwarzer Kleidung sehr unpraktisch und kann dazu führen, dass du frühzeitig nach Hause gehen musst. Beurteile die Situation mit gesundem Menschenverstand und kleide Dich dementsprechend.

 

Wir möchten an dieser Stellen noch bemerken, dass Masken, im speziellen schwarze, oft einschüchternd und befremdlich wirken. Verletzte Personen, im speziellen jene die an psychologischen Traumas leiden oder eine Panikattacke haben, werden darauf schlecht reagieren und in einem solchen Fall solltest Du in Erwägung ziehen, Dein Gesicht oder vorallem Deine Augen zu zeigen. Benutze auch hier Deinen gesunden Menschenverstand.

 

EINE WARNUNG: Die Polizei ist oft besonders auf Demo-SanitäterInenn aus. Warum? Das Ziel der Polizei ist es eine Masse von DemonstrantInnen auseinander zutreiben und dies geschieht mittels Einschüchterung, Angstmache und Verletzungen. Demo-SanitäterInnen helfen Verletzten, unterstützen eingeschüchterte DemonstrantInnen und sie bewirken damit, dass diese sogar nach Tränengas- oder Pfeffersprayattacken weitermachen können. Diese Tatsache kann sie zum Hauptziel der Polizei machen. Nach einem Tränengasangriff während den Protesten gegen die amerikanische Freihandelszone im April 2001 in Quebec, attackierte die Polizei die SanitäterInnen mit chemischen Waffen, als sie realisierte, dass diese Demonstranten nicht nur behandelten sondern auch wieder einsatzfähig machten. Darüberhinaus veröffentlichte die Polizeidirektion Fotos von verhafteten Demonstranten einerseits um diese an den Pranger zu stellen und andererseits um potentielle Aktivisten einzuschüchtern.

 

Eine Anmerkung zum Thema Verhaftung: Obwohl eine Verhaftung im solidarischen Sinn durchaus eine noble Sache sein kein, ist sie im Falle von Demo-SanitäterInnen jedoch äussert kontraproduktiv. Sie entzieht zurückbleibenden DemonstrantInnen die Möglichkeit auf Hilfe im Falle einer Verletzung. Falls Du festgenommen werden solltest, warte bis ein Anwalt zugegen ist, bevor Du eine Aussage machst. Eine gute Idee ist es, sich mit Marker die Telefonnummer eines Anwalts auf den Unterarm zu schreiben um sicherzustellen, dass man diese im Notfall bereit hat. In Polizeigewahrsam ist die Abnahme von persönlichen Gegenständen üblich und in den meisten Fällen wird Ihnen keine Polizeibeamter dabei behilflich sein eine abhandengekomme Telefonnummer ausfindig zu machen. Die Polizei ist auch dafür bekannt, Demonstranten die ihnen Probleme bereiten (also meistens allen), so viele Straftaten wie möglich.anzuhängen. Schliesst man mildernde Umstände aus, kann man davon ausgehen, dass man nach einigen Stunden Festnahme mit einer Mahnung/Busse aus dem Gefängnis entlassen wird.

 

 

4. Wie man typische Demoverletzungen behandelt

 

Dieser Abschnitt erklärt wie typische Demoverletzungen behandelt werden können. Er deckt nur zu einen kleinen Teil ab, was an einem Erste Hilfe Kurs gelernt werden kann.

 

4.1. Tränengas

Tränengas dient in erster Linie nicht als Waffe, sondern als Mittel zum Zweck, um Angst zu verbreiten. Laut exlodierende Tränengaskanister und anrollende Gaswolken verbreiten normalerweise Panik bevor überhaupt ein chemischer Effekt zu spüren ist. Das wichtigste bei einem Tränengasangriff ist es unbedingt einen kühlen Kopf zu behalten. Als Demo-SanitäterIn ist es Deine Aufgabe, DemonstrantInnen vor Gaswolken in Sicherheit zu bringen und sie danach sofort so gut wie möglich zu behandeln. Tränengas ist für den militärischen Gebrauch längst verboten, der Einsatz im Inneren ist jedoch gestattet, trotz einer langen Liste von gut dokumentierten, schädlichen oder tödlichen Folgen.

 

Tränengas wird oft in speziellen Petarden abgefeuert und kann sich deshalb extrem ählich anhören wie Pistolen- oder Gewehrschüsse. Gerate nicht in Panik! Schaue hoch und versuche abzuschätzen wie gross der Sprengradius ist und warne DemonstrantInnen innerhalb dieses Radius. Gezündete Tränengaspetarden sind extrem heiss und dürfen nicht ohne Schutzhandschuhe angefasst werden, dies ist mit ein Grund warum Du Schutzhandschuhe dabeihaben solltest. Da die Polizei selner gegen Tränengas ausgerüstet ist, kannst Du aktive Petarden ohne schlechtes Gewissen in die Polizeireihen zurückwerfen oder –treten. Dies ist eine defensive und keineswegs eine gewaltsame oder gefährliche Aktion Deinerseits. Die typische Schutzausrüstung der Polizei kann Dich auf einen bevorstehenden Angriff aufmerksam machen und somit kannst Du DemonstrantInnen rechtzeitig warnen.

 

Die sofortigen Auswirkungen von Tränengas sind Schmerzen in den Augen, der Nase und dem Mund, schmerzende Haut, tränende Augen, eine triefende Nase, Atmungsschwierigkeit, Orientierungsschwierigkeit und Panik. Ohne Behandlung dauern diese Beschwerden für circa eine halbe Stunde nach dem Angriff an. Erinnere Dich daran dass Tränengas nicht in erster Linie als Waffe gebraucht wird sondern als Mittel um DemonstrantInnen auseinanderzutreiben und Angst zu verbreiten. DemonstrantInnen könnten also inmitten einer Tränengaswolke verbleiben, solange sie einen kühlen Kopf bewahrenund ihre Symptome würden eine halbe Stunde nach dem sie an Sicherheit gebracht worden sind von selber abklingen. Um das Wohlbefinden von betroffenen DemonstrantInnen zu gewähren und sicherzustellen dass diese ohne Probleme weitermachen können ist es dennoch besser, schnell zu handeln.

 

Tränengas ist, anders als der Name vermuten lässt, eigentlich ein aerolisiertes saures Pulver. Es kann relativ einfach mit einer alkalischen Lösung weggewaschen werden. Die beste Lösung dafür ist die Kapitel 2 beschriebene FAW Mischung. Bring betroffene Personen erst in Sicherheit. Ein Spritzer FAW Mischung auf die Haut und in die Augen sollte genügen um die Säure zu neutralisieren und das Pulver wegzuwaschen. Eine schnelle Mundspülung mit FAW Mischung reinigt den Mund, doch auf keinen Fall herunterschlucken, da ins Verdauungssystem geratene Tränengaspartikel verheerende Folge haben können. Um die Nase zu reinigen genügt es normalerweise in paar Mal stark auszuatmen. Die FAW Mischung ist keine Wunderkur und kann nicht auf der Stelle alle möglichen Auswirkungen verhindern. Denke daran: Tränengas wurde speziell für Einsätze dieser Art entwickelt, die Abwehr und Bekämpfung dessen wird somit immer eine Herausforderung bleiben.

 

Von Tränengas betroffene Kleidung bleibt verschmutzt bis sie gewaschen werden kann, dies verkompliziert die Sache natürlich noch mehr. Ziehe Deine Kleider so schnell wie möglich aus, um weitere Schäden zu verhindern. Eine milde Seife, die wenig Chemikalien enthält, ist am Besten zur Reinigung geeignet, da Chemikalien mit der Säure des Tränengases reagieren können. Mach alle betroffenen DemonstrantInnen darauf aufmerksam, sich nicht in die Augen oder ans Gesicht zu fassen, bis sie eine gründliche Dusche genommen haben.

 

Die Auswirkungen von Tränengas können bis zu einem gewissen Masse verhindert werden, indem man sich den Mund mit einem in Essig getränkten Bandanatuch verdeckt. Am Besten Apfelessig,da dieser am einfachsten eingeatmet werden kann. Halten sie ein paar solche Bandanas für den Notfall bereit, sie können den vor Tränengas fliehenden DemonstrantInnen sehr behilflich sein. Als Demo-SanitäterIn solltest Du jedoch eine professionelle Gasmaske tragen.

 

4.2. Pfefferspray

Wie Tränengas ist auch Pfefferspray in tränentreibender Stoff. Er wurde entwickelt um Schmerzen, Blindheit und Desorientierung hervorzurufen und wird am häufigsten als Mittel zur Selbstverteidigung und bei Demos eingegesetzt. Pfefferspray wird von der Polizei oft dann eingesetzt, wenn der Gebrauch von Tränengas zu riskant wäre, wie zum Beispiel in sehr dichten Menschenmengen. Er wird üblicherweise in Kanistern verwendet, in den letzten Jahren hat sich jedoch eine neue Form ausgebreitet, die sogenannten Pfefferspraygeschosse. Kapseln, die mit Pfefferpray und Farbstoffpulver gefüllt worden sind werden von speziellen Schusswaffen (ähnlich Paintball Gewehren) direkt auf einzelne Personen verschossen. Dies ist nicht nur schmerzhaft und setzt die anvisierte Person den schwächenden Auswirkungen von Pfefferspray aus, es ermöglicht der Polizei auch später aufgrund der farblichen Markierung einzelne Personen zu identifizieren und festzunehmen.

 

Die Methode, bei der Pfefferspray ähnlich wie bei einem Feuerlöscher als dicker Schaum versprüht wird, wurde zwar dokumentiert, ist doch weitaus unüblicher. Es ist momentan nicht bekannt, wie weit verbreitet der Einsatz solcher Geräte ist. Darüberhinaus existieren Pfefferspray Rucksäcke, explosive mit Pfefferspray gefüllte Kanister und Kanister die aus Hubschraubern abgeworfen werden.

 

Die Behandungsmethoden sind weitgehend diesselben wie bei Tränengas und die FAW Mischung erweist sich auch hier als nützlich. Da Pfefferspray direkt Nervenenden angreift zeigt es im Unterschied zu Tränengas bis zu 2 Stunden nach dem ursprünglichen Ausgesetztsein Nachwirkungen, auch bei Behandlung.

 

 

4.3. Wetter- und Umgebungsbedingte Krankheiten

 

Wer stundenlang anstrengende Aktivitäten im Freien unternehmen will, muss Wetter- und Umgebungsfaktoren immer miteinbeziehen, so auch an einer Demo. Unterkühlung, Erfrierungen, Erschöpfung und Hitzeschlag sind je nach Wetter möglich und als Demo-SanitäterIn solltest Du Deine Ausrüstung entsprechend anpassen. Meist ist es jedoch schon genug, sich auf den Zustand der DemonstrantInnen zu achten und hier und da anzuregen, etwas mehr Wasser zu trinken oder sich vorübergehend im Schatten aufzuhalten.

 

 

4.3a. Hitzeerkrankungen

 

Hitzeerkrankungen (der Begriff umfass umfasst mehrere hitzebedingte Krankheiten) sind weit verbreitet an Demonstrationen, da DemonstrantInnen sich über längere Zeit anstrengen und dies oft mit wenig oder null Flüssigkeitszufuhr.Wenn Körperflüssigkeiten durch Schweiss und Atmung verloren gehen und nicht ersetzt werden, kann dies zu einer gefährlichen Erhöhung der Kerntemperatur des Körpers führen. Sich regelmässig auszuruhen und genug Wasser zu trinken genügt in der Regel um Hitzerkrankungnen vorzubeugen. Um Fälle zu erkennen die weitere Behandlung erfordern, nach folgenden Anzeichen halte Ausschau:

Starkes Schwitzen

Schnelles atmen oder Keuchen

Mattigkeit

Schwindelgefühl

Taubheitsgefühl und Kribbeln

Muskelkrämpfe

Trockene Haut

Irritierte Haut, Rötungen oder Ausschläge

Reizbarkeit

Distanzierung

Schlechtes Urteilsvermögen

 

Hitzeerkrankungen vorbeugen

 

Hitzeerkrankungen können einfach vorgebeugt werden, indem jede/r ganz einfach auf seine körpereigenen Bedürfnisse hört. Als Demo-SanitäterIn übernimmst Du diese Aufgabe für die andere DemonstrantInnen, da diese meist abgelenkt sind. Folgendes sind die Leitlinien der USA Health and Safety Administration um Hitzeerkrankungen zu vermeiden:

Die Anzeichen und Symptome der Hitzeerkrankungen zu kennen

Es zu vermeiden, sich direkt der Sonne oder anderen Hitzequellen auszusetzen

Sich regelmässig auszuruhen und abzukühlen

Genügend Wasser zu trinken

Leichte, lose Kleidung in hellen Farben zu tragen

Alkohol, Koffein und schweren Mahlzeiten zu vermeiden

 

 

 

 

 

4.3b. Unterkühlung

 

Auch in einer kühlen Umgebung musst Du sicherstellen, dass DemonstrantInnen entsprechend geschützt sind.Es kann nur wenig unternommen werden um Unterkühlung zu verhindern doch wie auch Hitzeerkrankungen ist sie relativ einfach zu behandeln. Bring Betroffene in ein angenehmeres Klima und schaffe Abhilfe mit zum Beispiel einer warmen Decke. Sanitäter sollten nach folgenden Symptomen Ausschau halten, angeordnet nach zunehmendem Schweregrad:

Frösteln, Zittern

Bluthochdruck

Erhöhte Herzfrequenz

Verwirrung

Mangelnde Koordinationsfähigkeit

Blässe

Bläuchliche Verfärbung der Extremitäten (Arme und Beine)

Atembeschwerden

Sich verschlechternde mangelnde Koordinationsfähigkeit

Sich eingraben wollen” (dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich da dies in der letzten Phase von Unterkühlung geschieht, wenn Betroffene Anzeichen zeigen, sich unter oder hinter Gegenständen oder im Boden vergraben zu wollen)

 

Betroffene die eines der Anzeichen zeigen aus den letzen zweidritteln dieses Abschnittes müssen sofort in eine wärmere Umgebung gebracht werden. Zeit und Wärme sollten für eine vollständige Erholung sorgen.

 

4. Grundregeln zu Verbänden

 

Verbände und Wundversorgung werden in Erste-Hilfe-Kursen ausführlich gelehrt. Die hier folgenden grundlegende Ratschläge zum Thema Binden und Verbände können auf keinen Fall ersetzen was in einem Erste-Hilfe-Kurs gelernt wird. Wenn Du in der Lage sein willst, ernste Fleischwunden behandeln zu können besuche bitte einen Erste-Hilfe-Kurs.

 

Sterile Verbände sind am Besten geeignet, doch im Notfall kannst Du auch auf ein sauberes Tuch zurückgreifen. Verschiedenste Arten von Verbänden und Bandagen sind notwendig verschiedenste Verletzungen behandeln zu können, weshalb ein gut ausgerüsteter Erste Hilfe Koffern unerlässlich ist.

Desinfiziere die Wunde mit etwas Isopropylalkohol.

Bedecke die Wunde mit einer geeigneten Kompresse (einer Mullkompresse oder einer sterilen Kompresse)

Befestige die Kompresse je nach Grösse mit Klebeband oder einer Verbandklammer.

Mach den Verband nicht zu eng, das dies zu zusäztlicher Schwellung führen kann.

 

Mit obiger Methode können die meisten einfachen Schrammen und Kratzer behandelt werden. Im Falle von schweren Fleischwunden sollte die Wunde erst mit Alkohol gereinigt und dann verbunden werden. Versuche die verletzte Person zu stabilisieren während sie in Sicherheit gebracht wird. Tiefe, klaffende und grosse Wunden oder Wunden die nicht aufhören zu bluten müssen möglicherweise genäht werden. Unbedingt desinfizieren und Deinen Möglichkeiten nach verbinden NACHDEM die Rettungsdienste gerufen worden sind.

 

Es kann passieren (und ist in der Vergangenheit auch schon vorgekommen), dass die Polizei den Rettungsdiensten den Zugang in ungesichertes Gebiet verweigert Obwohl Demo-SanitäterInnen dafür bekannt sind, zwischen Polizei und DemonstrantInnen über den Durchgang von z.b. Krankenwagen und Verletzen zu vermitteln, besteht also dennoch die Möglichkeit, dass einer verletzen Person professionelle Hilfe verweigert werden könnte.

 

 

5. Macht mit!

 

Wie jede andere Fraktion von Anonymous haben auch wir die Anon Street Medics keine Hierarchie. Es gibt weder eine zentrale Person, der Bericht erstattet wird, noch eine Versammlung die über Aktionen oder Beitrittsgesuche entscheidet. Die hier beschriebenen Richtlinien sind die der Gründer der Anonymous Demo-SanitäterInnen, doch letztlich entscheidet das Kollektiv darüber was von einem/r Demo-SanitäterIn erwartet wird. Aufgrund von unabhängig handelnden Gruppen, die ihre Aktionen mit Anonymous in Verbindung bringen hat Anonymous einen relativ schlechten Ruf in der Öffentlichkeit. Eine rein defensive, gut organisierte und sprachgewandte Fraktion könnte also eine wichtige Rolle spielen dafür, wie die Gruppe Anonymous in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Wir hoffen aufrichtig, dass wer sich mit Anon Medic identifiziert, sich auf einem Niveau befindet auf dem ziviles Verhalten und intelligentes Gespräch möglich sind.

 

Genauso wie Demo-SanitäterInnen nicht professionelle Rettungsdienste ersetzen, versteht auch dieser Leitfaden sich in keinster Weise als Ersatz für Erste Hilfe oder anderweitiges medizinisches Training. Dieser Leitfaden soll die Idee der Demo-SanitäterInnen vorstellen, und vorallem die Anon Street Medics. Weitere Informationen zum Thema Demo-SanitäterInnen findest Du auf folgenden Internetseiten:

 

LUDWIGSBERG, GERMANY Demosaniteter.de – http://www.demosanitaeter.de/

 

BERLIN, GERMANY Strassenmedizin – http://www.nadir.org/nadir/initiativ/sanis/index.htm

 

PORTLAND, OR Rosehip Medic Collective – http://www.rosehipmedics.org/Black Cross Collective (Currently inactive) – http://www.blackcrosscollective.org/

 

SEATTLE, WA

Seattle Street Medical Collective – http://seattlemedics.org/ OLYMPIA, WA

Olympia Street Medic Collective – http://blog.olysmc.org/ SAN FRANCISCO, CA

Bay Area Radical Health Collective – http://barhc.w2c.net/

 

DENVER, CO Denver Streetmedics – http://streetmedic.wordpress.com/ EAST

 

COAST, US Mutual Aid Street Medics – masm@riseup.net

 

CHICAGO, IL Chicago Action Medics

 

BLOOMINGTON, IN Heartland Action Medical Resistance

 

MINNEAPOLIS, MN North Star Health Collective – http://northstarhealth.wordpress.com/

 

BOSTON, MA Boston Area Liberation Medic Squad – http://www.bostoncoop.net/balm/

 

WASHINGTON, DC District Action Medical Network – http://damn.mahost.org/

 

NEW YORK, NY Medical Activists of New York – http://www.takethestreets.org/ Star of Resistance Medics – http://www.freewebs.com/stormnyc/

 

PITTSBURGH, PA Three Rivers Action Medics – http://www.thomasmertoncenter.org/tram/

 

PHOENIX, AZ Phoenix Urban Health Collective – http://puhc.wordpress.com/

 

MELBOURNE, AUSTRALIA Activist Medics Network

 

SYDNEY, AUSTRALIA NSW StreetMedics

 

MANCHESTER, ENGLAND UK Action Medics – http://www.actionmedics.org.uk/

 

 

 

CHANGELOG 8/27 v1.0 – Initial Release

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